Von guten und bösen Pilzen

Heilen mit Pilzen anstatt sie zu essen

Bei uns wird das Stichwort Pilz beinahe unwillkürlich mit dem Gegensatzpaar giftig/ungiftig assoziiert. So gibt es eben gute und böse Pilze. Der Verzehr von bösen oder giftigen Pilzen ruft bestenfalls Unwohlsein und Übelkeit hervor, schlimmstenfalls den Tod. Andere Pilze können hingegen bedenkenlos verzehrt werden, sind überwiegend schmackhaft und kulinarisch sehr ergiebig. Genießbare Pilze wie Champignons, Eierschwammerl oder Steinpilz werden zurecht von Pilzliebhabern mit Freude genossen.

Tatsächlich greift unsere Klassifizierung der Pilze in giftige und ungiftige aber zu kurz, da manche Pilze neben dem Verträglichkeitsaspekt noch eine weitere Eigenschaft aufweisen: eine heilende Wirkung. Heilen mit Pilzen ist vieler Orts durchaus üblich.

Heilen mit Pilzen: Fakten und Vertreter

Hauptsächlich China und Japan kennen die heilende Wirkung mancher Pilze schon seit vielen Jahrhunderten. Dort ist das Heilen mit Pilzen Teil der TCM. Diese heilende Wirkung ist in Europa weitgehend unerkannt geblieben. Wissenschaftlich ist das Heilen mit Pilzen aber längst schon bestätigt. So wird diese Klasse von heilenden Pilzen in den jeweiligen Ländern nicht nur als Speisepilz verwendet, sondern von der dortigen Medizin auch als Heilmittel. Die weitaus bekanntesten Heilpilze sind hierbei Shiitake, Ling Zi oder Reishi und Pom Pom Pilz. Besonders der Shiitake steht im Ruf ein wahres Lebenselixier zu sein, der Erkältungen heilen, die Durchblutung anregen und die Ausdauer fördern soll. Der Reishi, hierzulande als Glänzender Lackporling bekannt, gilt als ausgewiesenes Stärkungsmittel. Der Pom Pom Pliz schließlich kommt bei Magenerkrankungen zum Einsatz.

So funktioniert das Heilen mit Pilzen

All diese Pilze helfen die Selbstregulierungsstrategien- und mechanismen der Körperzellen aufrecht zu erhalten. Sie können auch für die körperliche Entgiftung beispielsweise von Schwermetallen und zum Entschlacken eingesetzt werden. So ist das Heilen mit Pilzen möglich, weil sie überproportional Nährstoffe und Mineralien enthalten: Vitamin B, Ergosterol als Vorstufe zu Vitamin D sowie die Mineralstoffe Calzium, Eisen, Kalium, Natrium und Phosphor. Weiters enthalten Heilpilze alle grundlegenden Aminosäuren und besondere Ballaststoffe. Heilen mit Pilzen ist bei uns mit Penicillin bekannt. Es wird als Antibiotikum aufbereitet gegen Bakterien eingesetzt.

Zum Heilen mit Pilzen werden klassischerweise folgende Vertreter der Funghi herangezogen: Agaricus, Auricularia, Coprinus, Cordyceps, Hericium, Maitake, Reishi und der Shiitake.